Gemeinsam für die Energiewende

Gemeinsam für die Energiewende

Im Rahmen des Studiums an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt führte ich, Ramona Fleischhacker Safrin BA, in der Gemeinde Reichenau meine Bachelorarbeit zum Thema „Empirische Motivationsanalyse zur Nutzung erneuerbarer Energieträger im privaten Gebäudesektor unter Berücksichtigung sozioökonomischer Faktoren“ durch. Diese Analyse ist besonders wichtig, da sie aufzeigt, welche sozialen, wirtschaftlichen und praktischen Gründe Haushalte in der Gemeinde Reichenau tatsächlich zum Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme bewegen – ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche Energiewende im ländlichen Raum.

Im Mittelpunkt standen Interviews mit Bewohnerinnen und Bewohnern der Gemeinde Reichenau, die bereits einen Heizungstausch vorgenommen haben. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem praktische Vorteile wie Komfort, geringerer Arbeitsaufwand und der Austausch alter Heizsysteme ausschlaggebend waren. Klimaschutz wurde sehr positiv bewertet, war jedoch selten der Hauptgrund. Auch Förderungen, Energiepreise und Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld hatten großen Einfluss.

Eine bedeutende Rolle spielte die Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Nockberge. Regionale Projekte wie die Biomasse Blattform Nockregion mit der neu geschaffenen Pellets-Einkaufs-Gemeinschaft Nockregion sowie der persönliche Austausch bei den monatlich im Gemeindeamt stattfindenden kostenlosen Energieberatungen wurden von den Befragten besonders geschätzt. Gleichzeitig zeigte sich Potenzial für zusätzliche alltagsnahe Informationsangebote, um noch mehr Menschen für erneuerbare Energien zu gewinnen.

Die Untersuchung macht deutlich, dass die Energiewende nicht nur eine technische, sondern vor allem eine gesellschaftliche Aufgabe ist. Vertrauen, persönliche Erfahrungen und regionale Zusammenarbeit sind entscheidend für den Erfolg.

Begleitet wurde diese Bachelorarbeit von der Gemeinde Reichenau mit Bürgermeister Karl Lessiak, Amtsleiterin Petra Komar und von der Klima und Energie Modellregion Nockberge/ KEM-Manager Ing. Ernst Egger.

Statement der Universität Klagenfurt

„Die Ergebnisse dieser Bachelorarbeit in der Gemeinde Reichenau leisten einen wertvollen Beitrag zum Verständnis sozialer und regionaler Faktoren, die den Umstieg auf erneuerbare Energieträger beeinflussen. Solche praxisnahen Untersuchungen sind für die wissenschaftliche Begleitung der Energiewende von großer Bedeutung.“ (Institut für Geographie und Regionalforschung, Universität Klagenfurt)

Ein herzliches Danke möchte ich Herrn Bürgermeister Karl Lessiak, Frau Amtsleiterin Petra Komar und dem KEM-Nockberge Manager Herrn Ing. Ernst Egger für die fachliche Begleitung, sowie allen Interviewpartnerinnen und Interviewpartnern für ihre wertvollen Einblicke und ihre Zeit aussprechen!

Ramona Fleischhacker-Safrin