Ein Leuchtturmprojekt für die Zukunft

Ein Leuchtturmprojekt für die Zukunft

Die Gemeinde Ebene Reichenau setzt seit Jahren auf nachhaltige Entwicklung und verantwortungsvollen Umgang mit ihren natürlichen Ressourcen. Ein besonders spannendes Projekt wurde nun durch eine Diplomarbeit an der HTL 1 Lastenstraße in Klagenfurt untersucht: die mögliche Errichtung eines Trinkwasserkraftwerks, das saubere Energie aus einem Teil der bestehenden Wasserversorgung gewinnen könnte.

Die drei Diplomanden Markus Elsbacher, Alexander Ranninger und Luis Matzer aus der 5AHMB führten dazu eine umfassende Machbarkeitsstudie durch – von der technischen Analyse über die hydraulischen Berechnungen bis hin zur Wirtschaftlichkeitsbewertung. Betreut wurde das Projekt von Prof. Dipl.-Ing. Stephan Leitner.

Initiator dieser Machbarkeitsstudie

KEM Manger Ing. Ernst Egger und Mag. Julia Tschabuschnig von der Klima- und Energie-Modellregion Nockberge haben das Projekt Trinkwasserkraftwerk Reichenau initiiert und eineinhalb Jahre mitbegleitet.

Starke Unterstützung aus der Gemeinde

Ein Projekt dieser Art lebt von guter Zusammenarbeit. Besonders wertvoll war die fachliche Begleitung durch Wassermeister Thomas Krammer, der den HTL-Schülern über die gesamte Projektlaufzeit hinweg mit Daten, Erfahrung und praktischen Einblicken zur Seite stand.

Auch die Gemeindevertretung unterstützte das Vorhaben aktiv

  • Bürgermeister Karl Lessiak
  • Amtsleiterin Petra Komar

Sie stellten nicht nur wichtige Informationen bereit, sondern zeigten großes Interesse an der Frage, wie die Gemeinde künftig noch nachhaltiger und energieautarker werden kann.

Ergebnisse der Studie

Die Diplomarbeit zeigt klar: Ein Trinkwasserkraftwerk in Reichenau ist technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll.

  • Die nutzbare Fallhöhe beträgt rund 90,1 Meter.
  • Mit einer Pelton-Turbine könnten etwa 11,2 kW umweltfreundliche Energie erzeugt werden.
  • Nach aktuellem Strompreis würde sich das Projekt bereits nach ca. 7 Jahren amortisieren.
  • Die Lebensdauer dieses Trinkwasserkraftwerk wurde mit einer 1 % Prozentigen Ausfallswahrscheinlichkeit auf 57 Jahre berechnet.

Damit könnte die Gemeinde einen wichtigen Schritt in Richtung lokaler, erneuerbarer Energieproduktion setzen – ohne zusätzliche Flächen zu verbauen oder in die Natur einzugreifen.

Maturaprüfung mit KEM Nockberge Beteiligung

Bei der Präsentation der Diplomarbeit im Rahmen der Maturaprüfung war Herr Ing. Ernst Egger in Klagenfurt als Beisitzender anwesend. Er begleitet seit drei Jahren die Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Nockberge die Gemeinde Reichenau und würdigte die Arbeit der HTL-Schüler als „fachlich beeindruckend und hochrelevant“.

Bedeutung weit über die Gemeindegrenzen hinaus

Direktor Mag. Dr. Michael Archer von der HTL 1 Lastenstraße in Klagenfurt hat dieses Trinkwasserkraftwerk Maturaprojekt als vorbildhaft gewürdigt. Es zeigt, wie Gemeinden bestehende Infrastruktur nutzen könnten, um klimafreundliche Energie zu erzeugen – ein Ansatz, der in Zeiten des Klimawandels immer wichtiger wird, sagt Archer.

Auch Umweltminister Mag. Norbert Totschnig betont die Bedeutung solcher Initiativen

„Regionale, innovative Maturaprojekte wie diese Trinkwasserkraftwerk Analyse zeigen, wie viel Potenzial in unseren Gemeinden steckt“. Sie verbinden Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Vernunft. Genau solche Initiativen brauchen wir, um Österreich Schritt für Schritt unabhängiger und nachhaltiger zu machen.

Ein starkes Zeichen für die Zukunft

Die Gemeinde Ebene Reichenau kann stolz darauf sein, gemeinsam mit engagierten Schülern und Fachleuten ein Projekt voranzutreiben, das beispielhaft zeigt, wie Klimaschutz und regionale Entwicklung Hand in Hand gehen können.