
Strom und Wärme gehören zum täglichen Leben – doch für viele Haushalte in Österreich werden sie zunehmend unbezahlbar. Besonders ältere Menschen sowie Familien mit geringem Einkommen stehen vor der Frage: Heizen oder sparen?
Die Gründe sind vielfältig: steigende Energiepreise, niedrige Einkommen und schlecht isolierte Wohnungen. Wer mehr als 10 Prozent seines Nettoeinkommens für Energie aufwenden muss, gilt bereits als energiearm. Die Folgen reichen von finanziellen Sorgen bis hin zu gesundheitlichen Risiken, wenn Wohnungen im Winter nicht ausreichend beheizt werden können.
Hilfe für Betroffene
Unterstützung bietet der Klima- und Energiefonds mit kostenlosen Energiesparberatungen. Nach einer Erstberatung bei der Caritas werden gemeinsam mit EnergiesparberaterInnen die Elektrogeräte in Ihrem Haushalt auf ihren Energieverbrauch überprüft und einfach umsetzbare Energiesparmaßnahmen gemeinsam besprochen.
Wenn im Rahmen dieser Energiesparberatung festgestellt wird, dass die vorhandenen Elektrogeräte ausgetauscht werden sollten, ist ein kostenloser Tausch von bis zu zwei Geräten (Herd, Kühlschrank, Waschmaschine oder Geschirrspüler) inklusive Transport und Installation möglich.
Wer kann das Programm nutzen?
Personen mit Hauptwohnsitz in Österreich können das Programm nutzen. Zusätzlich muss eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:
Wie ist der Ablauf?
Sie vereinbaren zuerst eine Erstberatung bei der Caritas. Nach der Erstberatung werden die Termine für Energiesparberatung und Gerätetausch vereinbart. Für Sie fallen keine Kosten an. Die Erstberatung und Energiesparberatung sind kostenlos und auch beim Gerätetausch sind alle Kosten (Entsorgung Altgerät, Lieferung und Montage neues Gerät) inkludiert. Die Förderung kann noch bis zum 28.02.2026, in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Mittel, genutzt werden.
Antworten zu häufig gestellten Fragen (FAQs) finden Sie unter
www.caritas.at/energiesparberatung
Für weitere Auskünfte steht Ihnen das Serviceteam der Caritas zur Verfügung:
Hotline: 05/17 76 300 von Montag bis Freitag von 09:00 bis 13:00
Kostenfalle Energie
Heuer drohen zusätzliche Belastungen. Höhere Netzkosten und das Auslaufen vieler Förderungen könnten laut Energieagentur zu Mehrkosten von 200 bis 350 Euro pro Jahr und Haushalt führen. Ein Tarifvergleich lohnt sich: Die E-Control bietet unter www.e-control.at → Tarifkalkulator eine Übersicht über aktuelle Strom- und Gastarife. Ein Anbieterwechsel kann bares Geld sparen.
Ein weiteres wichtiges Angebot ist die Initiative „Sauber Heizen für alle“ für Private 2025 des Bundesministeriums für Klimaschutz. Sie unterstützt Haushalte mit geringem Einkommen beim Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme. Bis zu 100 Prozent der Kosten – von der Planung bis zum Einbau – werden übernommen. Anmeldung und Infos finden Sie auf der Förderplattform unter Sauber Heizen für Alle (Stichwort: „Sauber Heizen“). Registrierungen können, in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Budgetmittel, bis längstens 31.12.2025 eingebracht werden.