Nachhaltige Energie aus der Wasserversorgung?

Nachhaltige Energie aus der Wasserversorgung?

Die Gemeinde Reichenau setzt ein starkes Zeichen in Richtung Nachhaltigkeit: Im Rahmen eines Maturaprojekts der HTL1 Lastenstraße in Klagenfurt wird derzeit eine Machbarkeitsstudie für die mögliche Integration eines Trinkwasserkraftwerkes in einem Teil der bestehenden Wasserversorgung der Gemeinde Reichenau erarbeitet.

Das Projekt wurde von der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Nockberge und die Um-Welt ins Leben gerufen und zeigt beispielhaft, wie Zusammenarbeit zwischen Schulen, Gemeinden und regionalen Akteuren innovative Ideen hervorbringen kann.

Ein Trinkwasserkraftwerk nutzt die bestehende Infrastruktur der Wasserversorgung, um daraus saubere Energie zu erzeugen. Ob ein solches Projekt in der Gemeinde Reichenau tatsächlich umgesetzt werden kann, wird jedoch erst die laufende Analyse zeigen. Ziel der gemeinsam erarbeiteten Machbarkeitsstudie ist es, Chancen und Grenzen mit Zahlen, Daten und Fakten einer solchen Anlage zu belegen und aufzuzeigen.

Eine Gruppe von drei Schülern der Maturaklasse der HTL1 Lastenstraße, unter der Betreuung von Professor DI Stephan Leitner, erkundete dazu gemeinsam vor Ort, mit dem Wassermeister der Gemeinde Reichenau, Thomas Krammer, sowie dem KEM-Management Ing. Ernst Egger und Mag.a (FH) Julia Tschabuschnig mögliche Einsatzorte für ein Trinkwasserkraftwerk.

Sollte sich die Umsetzung als realistisch erweisen, könnte die Gemeinde Reichenau nicht nur unabhängiger von externen Energiequellen werden, sondern auch aktiv zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Der Einsatz erneuerbarer Energien und die Optimierung der Wasserversorgung würden zusätzlich wichtige Beiträge zur Reduktion von CO₂-Emissionen leisten.

Neben dem ökologischen Nutzen bieten sich auch wirtschaftliche Chancen: Durch Einsparungen bei den Energiekosten sowie mögliche Einnahmen aus der Energie  erzeugung könnte die Gemeinde langfristig profitieren.